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Erdfressen bei Pferden

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Wildpferde fressen bei Mineralienmangel Wurzeln, Blätter, Baumrinden, Moose, Flechten, Lehm und Erde.

Weil wir immer wieder danach gefragt werden: Erdfressen, auch Geophagie genannt, ist ein natürliches Verhalten von Haus- oder Wildpferden. Pferde lecken aus verschiedenen Gründen Erde oder andere mineralische Substanzen. Sie können damit zum Beispiel ihren Mineralienhaushalt ausgleichen, die Darmflora verbessern, Stress abbauen oder ihre Langeweile stillen. Was wir selbst tun können, damit das Pferd nicht zu viel Erde frisst, erklären wir hier.

Welche Ursachen gibt es für Erdfessen?

Wenn Pferde hin und wieder ganz kleine Mengen Erde fressen gilt dies als unbedenklich. Aufmerksam sollte man werden, wenn Pferde regelmäßig Erde beziehungsweise Sand aufnehmen und die Gesundheit darunter leidet. Dann ist es Zeit, sich Gedanken zu machen und nach Lösungen zu suchen.

Es gibt mehrere unterschiedliche Gründe für Erdfressen bei Pferden:

Ursache für Erdfressen Erklärung
Mineralstoffmangel Mängel an bestimmten Mineralien (z. B. Eisen, Zink, Magnesium, Calcium) können das Verlangen nach Erde erhöhen.
Diverse Nährstoffdefizite Manchmal reicht die Futtermenge nicht, oder bestimmte Nährstoffe fehlen im Verhältnis.
Verdauungsprobleme Verdauungsbeschwerden, Fremdkörper oder Blähungen können Pferde dazu verleiten, Erde zu suchen, um den Magen zu beruhigen. Ursachen wie Koliken, Durchfall, Magenschleimhautentzündung oder Verstopfung fördern Geophagie.
Giftstoffe und Magensäure Giftstoffe und überschüssige Magensäure können durch die gefressene Erde gebunden und neutralisiert werden.
Verschobene Darmflora Wenn die Darmflora (Mikrobiom) nicht im Gleichgewicht ist, kann das zu Erdfressen führen. Eine veränderte Darmflora kann Entzündungen oder Stressreaktionen auslösen (buckeln, schlagen, beissen, Schmerzgesicht usw.).
Schmerz- oder Unwohlsein Wenn das Pferd Schmerzen oder Unbehagen verspürt, sucht es oft andere Substanzen oder Texturen als Ablenkung.
Futterneid oder Futterstress Konkurrenz im Stall oder unregelmäßige Fütterungszeiten können Stress verursachen. Auch Hunger bei Diätfütterung fördert Erdfressen.
Frühere Gewohnheit Manche Pferde entwickeln einfach eine Gewohnheit, die schwer abzulegen ist.
Salzbedarf Feuchte, salzhaltige Erde oder Lehmboden können Salz liefern.
Verwurmung Bei starker Verwurmung entstehen Nährstoffdefizite. Aufgrunddessen versucht das Pferd den Mineralienmangel auszugleichen und frisst Erde.
Verhalten Stress, Langeweile oder Heumangel können dazu führen, dass Pferde ungewohntes Material erkunden.

Was kann man selbst für sein Pferd tun?

Eine Ernährungsberatung durch Tierheilpraktiker oder Ernährungsberater sind eine sinnvolle Sache. In schweren Fällen sind Blut- und Kotuntersuchungen wichtig. Wenn ein Pferd länger als vier Wochen unter übermäßigem Erdfressen leidet, sollte ein Kotscreening veranlasst werden. Dies ist ein Testverfahren, mit dem die Pferdäpfel auf krankmachende Bakterien und Pilze, Würmer, Wurmeier sowie schädigende einzellige Lebewesen untersucht werden können. Es misst den pH-Wert des Darmes, außerdem werden die Darmflora und die Bauchspeicheldrüsenenzyme untersucht.

Kurzum: Ein Gleichgewicht in der Ernährung sollte angestrebt werden. Mineralstoffpräparate, Salzlecksteine, ausreichendes Raufutter, Probiotika (Milchsäurebakterien), Kräutermischungen für die Verdauung, Magenschleimhautschutz und eine artgerechte Haltung mit viel Weidegang und Bewegung sind ideal, wenn Pferde zum übermäßigen Erdfressen neigen.

Die Deganius Empfehlungen

Kanne Fermentgetreide

Milchsäurebakterien können das bakterielle Gleichgewicht im Magen-Darm-Trakt wiederherstellen. Zeigt das erdfressende Pferd Verdauungsstörungen, wie Durchfall, Verstopfung, Neigung zu Koliken, etc. kann dies ein Hinweis auf eine verschobene Darmflora sein. Vier Wochen lang täglich zehn Gramm Fermentgetreide pro 100 Kilo Körpergewicht füttern. Zusätzlich Flohsamenschalen geben, dann wird das Fermentgetreide besser vertragen.

Flohsamenschalen

Flohsamenschalen

Bei angegriffener, gereizter Magenschleimhaut sind Flohsamenschalen gut geeignet. Sie werden zusammen mit Fermentgetreide gefüttert. Täglich pro 100 Kilo Körpergewicht sechs Gramm mit 250 Milliliter Wasser ins Futter geben. Vier Wochen füttern.

Deganius Magen&Darm

Deganius Magen&Darm

Die Kräutermischung Deganius Magen&Darm fördert die geregelte Verdauung. Bei Erdfressen eine ideale Verdauungshilfe. Täglich zehn Gramm pro 100 Kilo Körpergewicht füttern, vier Wochen lang. Kann kombiniert werden mit Fermentgetreide und Flohsamenschalen.

Sommerschön Minerale

Sommerschön Minerale naturbelassenes Mineralfutter für hautempfindliche Pferde

Wenn Erdfressen durch Mineralienmängel entsteht, kann Sommerschön Minerale Abhilfe schaffen. Pro Tag circa 20 Gramm pro 100 Kilo Körpergewicht füttern, gerne ganzjährig oder nach Bedarf.

Deganius Vitaminspende

Deganius Vitaminspende

Bei Vitamin- und Mineralienmangel ist die Deganius Vitaminspende eine runde Sache. Täglich 50 bis 150 Gramm füttern, je nach Pferdegröße.

Salvana Pferdemineral

Salvana Pferdemineral

Hochdosiertes Mineralfutter mit viel Selen und Zink. Kann bei Erdfressen hilfreich sein, wenn Pferde starke Mineralienmängel aufweisen. Täglich circa zehn Gramm pro 100 Kilo Körpergewicht füttern, ganzjährig oder nach Bedarf auch kurzfristig höher dosiert.

Salzleckstein

Punjab Salzleckstein

Fehlt Salz im Futter, kann dies Erdfressen fördern. Der Salzleckstein ist hier ideal. Pferde holen sich selbst, was sie benötigen. Den Stein auf die Weide legen, in den Stall oder Auslauf hängen.

Bildquellen

  • wildpferde-erdfressen-bei-mineralienmangel: Bild von Jayfeather auf Pixabay
  • Flohsamen: Deganius
  • Deganius Magen&Darm: Deganius
  • Sommerschön minerale: Deganius
  • Deganius Vitaminspende: Deganius
  • salvanapferdemineral: Deganius
  • Punjab Salzleckstein: Deganius