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Mythen der Pferde-Entwurmung

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Stuten mit Fohlen auf einer Waldlichtung

Je enger die Pferde gehalten werden, desto höher der Wurmdruck. Weite Weiden sorgen für geringere Belastung der Pferde.

Über die richtige Strategie der Entwurmung gibt es viele unterschiedliche Auffassungen. Auch bei einem optimalen Entwurmungsplan ist eine Wurmfreiheit nicht vollständig zu erreichen. Trotzdem sollte der Wurmbefall klein gehalten werden, denn die Folge wären sonst Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Erkrankungen der Pferde. Die Stärkung der Abwehrkräfte, die Unterstützung des Magens und des Darmes sowie regelmäßige Wurmkuren sind sinnvolle Maßnahmen. So bleibt das Pferd, unser treuer Freund, gesund und vital.

Fragen und Antworten zur Entwurmung

Hier ein paar gängige Fragen, die uns bei Deganius seit Jahren immer mal wieder gestellt werden. Auch in Reitställen wird darüber gesprochen und es gibt deshalb manchmal auch Missverständnisse.

Kann ich mein Pferd mit Homöopathie oder Kräutern entwurmen?

Mit Homöopathie lassen sich Pferde nicht entwurmen, da kaum Wirkstoffe in den Mitteln enthalten sind. Mit Kräutermischungen lässt sich das Magen-Darm-Milieu so verändern, dass sich Parasiten unwohl fühlen. Zur Entwurmung sind jedoch medizinische Präparate vom Tierarzt notwendig, die sich gezielt gegen die entsprechende Wurmart einsetzen lassen. Die enthaltenen Wirkstoffe sind exakt dosiert, damit dem Pferd möglichst kein Schaden entsteht.

Mein Pferd wird mit Sauerkraut, weißen Rüben, Karotten und Rote Beete entwurmt. Reicht das aus?

Traditionell wurden in alten Zeiten Sauerkraut, weiße Rüben, Karotten und Rote Beete gegen Wurmbefall gefüttert. Leider sind keine exakten Angaben hierüber bekannt, zum Beispiel wie viel, wie lang man füttern soll und gegen welche Wurmarten dieses Vorgehen tatsächlich helfen sollte. Es gibt nur allgemeine Empfehlungen. Das ist nicht sicher, wir raten daher davon ab.

Muss ich überhaupt entwurmen, wenn ich täglich Weide, Auslauf und Stall abmiste?

Ja, auch dann sollte man mindestens zweimal im Jahr entwurmen. Zur Sicherheit sollte zweimal im Jahr eine Kotprobe in einem Fachlabor untersucht werden.

Reicht es grundsätzlich aus, wenn ich zweimal im Jahr entwurme?

Jein, das kommt ganz auf das Stallmanagment, die Weide- und Stallhygiene und auf die Größe des Pferdebestandes an. Auch die Größe der Weideflächen spielen eine Rolle. Je kleiner die Weidefläche, desto größer der Wurmdruck. In vielen Reitställen wird viermal im Jahr entwurmt, was oft auch sinnvoll ist.

Ist mein Pferd verwurmt, obwohl ich in den Pferdeäpfeln keine Würmer entdeckt habe?

Das kann möglich sein. Parasiteneier sind mit dem Menschenauge nicht im Kot zu erkennen. Wenn ganze Würmer im Kot zu erkennen sind, ist das Pferd meist schon hochgradig verwurmt.

Ist es richtig, wenn man nur nach positiver Kotprobe entwurmt?

Nein, Pferde können auch Würmer oder Wurmeier haben, wenn das Labor im Kot nichts gefunden hat. Kotprobendiagnostik macht dennoch Sinn, wenn man den Kot regelmäßig untersuchen lässt (zum Beispiel zwei- bis viermal pro Jahr). Denn dann erhält man über die Jahre einen besseren Überblick und kann gezielter entwurmen.

Schädigt es den Magen, Leber, Nieren und Darm, wenn ich Wurmkuren anwende?

Wenn ein gesundes Pferd zwei- bis viermal pro Jahr entwurmt wird, sind keine Schädigungen zu befürchten. Ausnahmebeispiel: Das Pferd hat einen gestressten Magen und nach jeder Wurmkur geht es ihm schlecht. Dann sollte natürlich anschließend der Magen behandelt werden. Trotzdem sollte auf die Wurmkuren nicht verzichtet werden. Wenn das Pferd akut am Magen leidet, kann man die Wurmkur ja mal um ein paar Wochen verschieben.

Ist es egal, mit welchen Mitteln ich entwurme?

Nein, das Entwurmungsmittel sollte auf die Wurmart abgestimmt sein. Eine Beratung durch den Tierarzt ist hier sinnvoll, nicht umsonst sind Wurmpasten nur über den Tierarzt zu beziehen.

Muss ich die Entwurmungsmittel regelmäßig wechseln, damit sich keine Resistenzen entwickeln?

Nein. Diese Theorie ist veraltet. Nur wenn Pferde über Generationen hinweg immer mit dem gleichen Wirkstoff entwurmt werden, können sich Resistenzen entwickeln.

Sollte grundsätzlich gegen die Wurmart Strongyliden entwurmt werden?

Ja, diese Wurmart ist sehr oft im Pferdedarm anzutreffen. Geeignet zur Entwurmung sind die Wirkstoffe Ivermectin und Moxidectin. Moxidectin erfasst auch die eingekapselten Stadien in der Darmwand bei kleinen Strongyliden.

Sollten Leber und Nieren unterstützt werden, wenn Pferde stark verwurmt sind?

Ja, auf jeden Fall. Denn Leber und Nieren sorgen für die Entgiftung des Körpers und durch Würmer entstehen ja Giftstoffe im Verdauungstrakt. Bei sehr starker Verwurmung sollten im Anschluss an die Wurmkur für mindestens sechs Wochen Kräuter zur Unterstützung von Leber und Nieren gefüttert werden. Denn gerade die Nieren haben eine schwache Regenerationskraft, im Gegensatz zur Leber.

Muss ich auch entwurmen, obwohl mein Pferd vital und frisch wirkt?

Ja, auch wenn das Pferd vital wirkt, muss es mindestens zweimal jährlich entwurmt werden. Denn meistens zeigen sich erst zeitversetzt die Spätfolgen von vernachlässigter Entwurmung. Krankheiten können die Folge sein.

Sollte ich mehrmals im Jahr den Kot auf Lungenwürmer untersuchen lassen?

Das macht auf jeden Fall Sinn, wenn das Pferd hustet. Denn Lungenwürmer können Husten auslösen. Dann helfen übrigens auch keine Hustenmittel. Besonders wenn Esel in der Nähe leben, sollte regelmäßig der Kot auf Lungenwürmer untersucht werden.

Was mache ich, wenn mein altes Pferd keine medizinischen Wurmpasten mehr verträgt?

Dann kann alternativ viermal im Jahr Kürbiskernöl zum Futter gegeben werden. Täglich zehn Milliliter pro 100 Kilo Körpergewicht, zehn Tage lang. Zusätzlich mindestens zweimal jährlich eine Kotprobe zur Diagnostik in ein Fachlabor senden. Dies dient der Kontrolle, ob Wurmeier im Kot nachzuweisen sind.

Die Deganius Empfehlungen

Deganius Magen&Darm

Deganius Magen&Darm

Deganius Magen&Darm enthält Bitterstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle. Damit schafft diese Kräutermischung im Magen-Darm-Trakt ein unfreundliches Milieu für Würmer und Co. Die Kräuter werden nach einer Wurmkur für circa vier Wochen gefüttert, damit kann man Magen und Darm kräftigen. Täglich zehn Gramm pro 100 Kilo Körpergewicht geben.

Deganius Magenzart

Deganius Magenzart

Deganius Magenzart beruhigt angegriffene Magen- und Darmschleimhäute. Bei starkem Wurmbefall kann nach einer Wurmkur Deganius Magenzart gefüttert werden. Die Schleimhäute werden dadurch gestärkt, Magen und Darm beruhigt und aufgebaut. Intakte Magen- und Darmschleimhäute, ein gut besiedeltes Mikrobiom (Darmflora) und ein normaler Säurehaushalt ist gut für die Abwehr von Magen- und Darmparasiten. Täglich zehn Gramm pro 100 Kilo Körpergewicht füttern, mindestens sechs Wochen lang.

Deganius Kräuterabo

Deganius Kräuterabo, eine Kräutermischung für Pferde die den Jahreszeiten angepasst wird

Das Deganius Kräuterabo dient der Stärkung der Abwehrkräfte. Pferde besitzen eine erworbene spezifische Immunität und eine angeborene unspezifische Abwehr gegen Parasiten. Die erworbene spezifische Immunität schützt das Pferd teilweise vor Parasiten und auch vor deren schädigenden Auswirkungen. Deswegen macht es Sinn das Deganius Kräuterabo zu füttern.

Wer es dauerhaft geben möchte kann sich das Kräuterabo monatlich oder alle zwei Monate zusenden lassen. Auch einmalig oder nach Bedarf kann es bestellt werden. Täglich acht Gramm pro 100 Kilo Körpergewicht füttern.

Quellen:

Bildquellen

  • stuten-und-fohle-in-wiese-und-wald: Bild von Jürgen auf Pixabay
  • Deganius Magen&Darm: Deganius
  • Deganius Magenzart: Deganius
  • kraeuterabo: Deganius