Das kennt jeder Pferdehalter – an Feiertagen oder an Wochenenden werden Pferde gerne mal krank, genauso wie Kinder. Und dann ist nicht immer gleich ein Tierarzt zur Stelle. Für den Fall der Fälle: pflanzliche Hausmittel sind ein wichtiger Bestandteil in der Stallapotheke. Wir zeigen preisgünstige Pflanzenzubereitungen mit denen wir selbst gute Erfahrungen gemacht haben. Damit kann man sein Pferd schnell und effektiv unterstützen, wenn es mal plötzlich kleinere Hautblessuren, Husten, Durchfall oder Augenentzündung hat. Wer sofort handelt, spart Geld, Zeit, schont seine Nerven und ist seinem Pferd ein treuer Freund.
Pferde grasen gemeinsam, das stärkt Bindung und Grundvertrauen.
Pferde sind sensible Fluchttiere mit starkem Bewegungsdrang. Insbesondere wenn man keinen geräumigen Offenstall mit angrenzender Weide hat und Pferde in beengten Boxen oder Paddocks leben, können Verhaltensstörungen oder -auffälligkeiten entstehen. Manchmal lassen sich Wünsche für eine artgerechtere Haltung nur begrenzt umsetzen. Dann sollte man einem Pferd hilfreich zur Seite stehen. Wir zeigen Tricks und Tipps, wie man einem Pferd mehr Lebensqualität bieten kann.
Hat ein Pferd gereizte Haut, bilden sich Rötungen und die Haut kann nässen. Im fortgeschrittenen Stadium wirkt die Haut geschwollen, kleine Pusteln können sich bilden. Das Pferd scheuert und kratzt sich an Gegenständen – das schafft zumindest für kurze Zeit Erleichterung. Im späteren Verlauf treten Krusten, Schorf oder Schuppen auf. Wir zeigen altbewährte Hausmittel, die den Juckreiz der Haut möglichst schnell stillen.
Leistungsorientierte Sport- oder Arbeitspferde, zum Beispiel Turnier-, Kutsch- oder Rennpferde, profitieren grundsätzlich von zusätzlichen B-Vitaminen im Futter.
Bei Zecken- und Mückenbefall werden oft B-Vitamine empfohlen – ist da etwas dran? Auch sollen B-Vitamine für die empfindliche Haut und zur Regeneration der Schleimhäute in Magen und Darm und für die Augen gegeben werden. Wann macht es Sinn, B-Vitamine zu füttern?
Jede Pferderasse weist ihre Besonderheiten auf. Hier besprechen wir rassebezogene Ernährungsweisen, unterteilt für Nord- und Südrassen. Denn die Ernährungsansprüche unterscheiden sich bei den Rassen deutlich. Nordpferde stammen ursprünglich aus kälteren Klimazonen, oft aus schnee- und regenreichen Gebieten. Sie entwickeln ein sehr dichtes Winterfell mit ausgeprägtem Unterhautfettgewebe. Südpferde haben ihre ursprüngliche Herkunft in wärmeren Klimazonen. Sie sind eher an trockenes, warmes Klima angepasst. Ihr Winterfell ist weniger ausgeprägt, das Unterhautfettgewebe ist relativ dünn.
Pferde richtig anweiden – wie funktioniert das? Worauf sollte ich als Pferdehalter achten? Pferde reagieren generell sehr futtersensibel bei Futterumstellung auf Weidegras. Auch wenn Pferde zu Hufrehe, Kolik, Durchfall oder Kotwasser neigen, sind ihre Halter bezüglich des Anweidens im Frühling unsicher. Hier geben wir Tipps, wie man diese Zeit möglichst gelassen mit seinem Pferd verbringen kann – damit der Frühling die schönste Zeit des Jahres wird.
Das Ökosystem Darm ist beim Pferd sehr sensibel und anfällig für Störungen. Die Darmflora (Mikrobiom) ist leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, wenn es nach der Winterpause plötzlich große Mengen frisches Gras aufnimmt. Erfahrene Pferdehalter wissen das, und gewöhnen daher das Pferd langsam über etwa vier Wochen hinweg an die Frischgrasfütterung, damit sich die Darmflora langsam umstellen kann. Das geht am besten, wenn man die Zeit des Anweidens mehrmals wöchentlich in Fünf-Minuten-Schritten steigert. Zusätzlich können während dieser Fütterungsumstellung den Pferden entsprechende Kräuter zur Unterstützung gefüttert werden.
Gerste, ein wichtiger Bestandteil der Pferdefütterung
Pferden Hafer oder Gerste zu füttern, ist in vielen Ländern Tradition. Allerdings führt die Fütterung von unbehandeltem Getreide zu einer Mangelversorgung. Denn die im Getreide enthaltene Phytinsäure bindet Eisen, Calcium, Zink und Magnesium, welche dann dem Körper nicht mehr zur Verfügung stehen. Trotzdem ist Getreide als Energielieferant in der Pferdefütterung sehr sinnvoll – wenn man es auf die richtige Art und Weise gibt. Was sollte man also bei der Getreidefütterung beachten? Weiterlesen →
Bei vielen Pferden tritt gegen Ende des Winters an den Hufen Strahlfäule zutage. Bakterien treiben am Huf ihr Unwesen, es kommt zu dunklen Hornveränderungen des Strahls, der Strahlfurchen und der weißen Linie. Auch Pilze gesellen sich dann freudig hinzu. Ganz typisch für Strahlfäule ist der faulige, strenge Geruch am Huf. Zu Beginn bilden sich schwarze oder dunkelbraune Schlieren in den Strahlfurchen. Später wird der komplette Strahl schwarz und kann sich sogar ablösen.
So schön sieht Leinsamen aus, wenn er als Flachs blüht.
Ganze Samen sind regelrechte Kraftpakete aus der Natur. Sie Pferden zu füttern hat viele Vorteile für unsere Freunde. Gerade zur Winterzeit können Samen die Pferdegesundheit bestens unterstützen und das Futter der Pferde aufwerten. Sie enthalten Omega-3- und -6-Fettsäuren, hochwertiges fettes Öl, Proteine, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe in natürlicher Form. Sie eignen sich hervorragend für alte, dünne oder in der Rekonvaleszens befindliche Pferde. Sehr hoch im Training stehende, leistungsorientierte Pferde benötigen Samen als Energieträger im Ausdauersport. Des Weiteren sind Samen im Fellwechsel und für die gesunde Haut eine Wohltat.
Ein Gelenkfluid ist eine Flüssigkeit zur Stärkung der Gelenke, Sehnen und Bänder des Pferdes. Es wird äußerlich angewendet, entweder als Einreibung oder in einem Umschlag beziehungsweise Wickel. Die eigene Herstellung ist eine einfache und preisgünstige Angelegenheit. Wenn die Gelenke des Pferdes knacken und zwicken, das Pferd taktunrein läuft, sollte man aufmerksam werden und zuerst Hufe und Beine genau untersuchen. Sind Wärme und Schwellungen zu erkennen, kann man als Pferdehalter sofort Maßnahmen ergreifen. Zeigt das Pferd starke Schmerzen und läuft es schlecht, wird selbstverständlich gleich der Tierarzt gerufen. Doch bis dahin kann man selbst schon aktiv werden. Bei schon bekannten chronischen Gelenkerkrankungen ist man auch froh, wenn man etwas Passendes parat hat.
Übersäuerung (Azidose) ist ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes im Körper des Pferdes. Wenn im Körper zu viel Säure enthalten ist, spricht man von einem gestörten Säure-Basen-Haushalt und von Übersäuerung. Ein übersäuertes Pferd wirkt von außen müde, antriebsarm und energielos. Bei einem Säureüberschuß sind die Lunge, die Nieren, der Dünndarm und die Haut überlastet. Man riecht einen stechend scharfen Uringeruch, außerdem ist der Körpergeruch deutlich säuerlich.
Gemüseblätter, Strünke, Schalen, Obstgehäuse einfach wegwerfen? Wir können doch zu Hause alle Gemüse- und Obstreste verwerten und als Leckerli für Pferde verwenden. Lebensmittel retten und an Tiere zu geben ist von altersher üblich. Unperfekte, welke Salat-, Obst- und Gemüsereste können für Pferde immer noch gut sein und müssen nicht weggeworfen werden. Wir zeigen, worauf man achten sollte.
Im Herbst und Winter dürfen Pferde gerne leicht rundlich sein, damit sie die kalte Jahreszeit gut überstehen.
Manche Pferderassen neigen dazu, dick zu werden. Robustpferde wie Dülmener, Fjordpferde, Isländer, Haflinger, Shettys und weitere gehören dazu. Evolutionsbedingt sind diese Rassen darauf ausgelegt, mit magerer Kost auszukommen. Das soll aber nicht heißen, dass man in der Fütterung seines Pferdes an Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und Protein sparen sollte. Im Gegenteil – Pferde mit einer ausgewogenen Ernährung stopfen nicht alles wahllos in sich hinein. Sind Mängel im Futter vorhanden, versucht das Pferd aber zu kompensieren. Es wirkt immer hungrig und muss ständig fressen, weil bestimmte Nährstoffe im Futter fehlen. Mit dem Versuch wie ein Staubsauger jedes Krümelchen zu inhalieren, versucht der Körper den Mangel auszugleichen. Dann sollte man die Fütterung wirklich kritisch unter die Lupe nehmen.
Wer seinem Pferd im Winter selbst ein Pflanzentonikum zur Stärkung der Gesundheit herstellen möchte, sollte hier weiterlesen. Traditionell wird ein Tonikum zur Verbesserung der Abwehrkräfte gefüttert, daher bietet es sich besonders zur nasskalten Jahreszeit an. Es ist eine preisgünstige Angelegenheit, denn man benötigt nur Apfelessig, gekaufte oder selbst gesammelte Kräuter und wer möchte, kann auch ein wenig Honig dazu geben.
Im Herbst und Winter schwächelt so manches Pferd und neigt zu Infekten. Auch bei plötzlichem Wetterwechsel kann das Pferd bei Kälte angeschlagen wirken. Wie kann ich mein Pferd stärken, damit es möglichst gesund durch die nasskalte Jahreszeit kommt? Was kann ich im Vorfeld tun, damit es erst gar nicht krank wird?
Wer aufmerksamer Halter eines eigenen Pferdes ist, weiß oft schon im Vorfeld, wann es im Jahr durchhängt. Dann macht es Sinn, das Pferd so zu pflegen und zu stärken, dass es nicht so weit kommt und plötzlich ein Infekt im Anmarsch ist.