Wussten Sie schon? Die Haut ist das schwerste und größte Organ des Pferdes. Sie bietet dem Körper Schutz vor Regen, Wind, Kälte und Sonne. Wenn die Haut in gutem Zustand ist, werden eindringende Viren, Bakterien, Pilze und andere krankmachende Stoffe erkannt und dank der intakten Hautbarriere abgewehrt.
Das Sommerekzem ist eine entzündliche, allergische Hauterkrankung. Ein Pferd mit Sommerekzem hat einen genetisch bedingten Hautbarriere-Defekt, der die Haut durchlässiger macht. In der Haut sind Zellen des körpereigenen Abwehrsystems und durch die Barrierestörung kommen sie leichter mit Allergieauslösern von außen in Kontakt. Das kann zu einer überschießenden Reaktion der Haut führen. Dadurch ist die Haut insgesamt anfälliger, empfindlicher und reagiert deshalb häufig mit Schwellung, Schuppung, Juckreiz und Rötung, wenn Kriebelmücken im Anmarsch sind. Zusätzlich treten manchmal tränende Augen, struppiges und glanzloses Fell und außerdem Nervosität auf.
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Was tun mit dem Zappelphilipp-Pferd?
Blüten und Blätter für ein entspanntes und sonniges Wesen – kann so etwas überhaupt funktionieren? Tänzelnde und buckelnde Pferde zu beruhigen ist gar nicht so einfach und erfordert viel Einfühlungsvermögen und innerliche Ruhe. Welche Kräuter können hier zur Nervenstärkung unterstützend gefüttert werden und worauf sollte ich achten?
Pferde sind sehr sensible Fluchttiere, die leicht aus ihrem inneren Gleichgewicht fallen können. Wenn kleine Veränderungen im gewohnten Alltag entstehen, kann es passieren, dass sie unruhig und zappelig werden. Für uns Pferdemenschen ist das immer sehr unangenehm. Mit körperlichem Kräftemessen kommen wir hier keinesfalls weiter. Allein die eigene innerer Ruhe im Umgang mit dem Pferd und psychologisch durchdachte Verhaltensregeln können hier helfen. Ebenso ist ein freundschaftliches Miteinander der richtige Weg im Umgang, insbesondere wenn hektische Situationen auftreten.
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Przewalskifohlen im Fellwechsel
Haben Sie einen Sommerrappen? Oder hat Ihr Pferd sogenannte Hafertaler im Fell? Oder haben Sie schon vereinzelt Hungerhaare im Haarkleid Ihres Pferdes endeckt, oder vielleicht sogar Stichelhaare? Ja, was ist das denn eigentlich: Hungerhaare, Hafertaler, ein Sommerrappe und Stichelhaare? Und was kann das bedeuten? Die spinnen doch, diese Deganier… kommen die von einem anderen Planeten oder warum reden sie so komisch?
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Hat mein bester Freund etwa eine Managerkrankheit? Viele Pferdebesitzer merken gar nicht, dass ihr Pferd eigentlich magenkrank ist. Aber sie wundern sich über das Verhalten des Tieres. Weil Pferde mit Magenproblemen unspezifische Symptome zeigen, wie zum Beispiel psychische Anspannung oder Erschöpfung, Zähneknirschen, Leerkauen, Sattelzwang beim Gurten, Mäkeligkeit beim Fressen, Neigung zu Koliken und Verstopfung, schlechten Appetit, Koppen, Flehmen oder Gähnen, Speicheln … oder sie werden immer magerer.
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Alte Pferde sind die besten Freunde, die man sich wünschen kann. Sie haben viel Lebenserfahrung und sind gute Lehrmeister. Weil sie etwas ruhiger und auch umgänglicher als Jungpferde sind, sind alte Pferde für Kinder und Pferdeeinsteiger sehr gut geeignet. Und auch sensible Personen sind mit einem Seniorpferd oft besser vergesellschaftet.
Weil Seniorpferde besondere Bedürfnisse haben, sollten sie entsprechend gepflegt werden. Die Verdauung lässt nach, die Zähne sind nicht mehr in so gutem Zustand, Herz- und Kreislaufstörungen können auftreten. Auch Gelenkerkrankungen sind manchmal vorhanden und die Tiere können schnell dünn aussehen. Die Protein-, Vitamin- und Mineraliengaben sollten im Auge behalten werden, da ältere Tiere einen erhöhten Bedarf haben.
Damit unsere Lieblinge mit Lebensqualität altern können, haben wir hier die wichtigsten Tipps zusammengestellt:
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Wer im Winter das Futter mit natürlichen Vitaminen und Mineralien aufwerten möchte, kann traditionell zu Karotten, Rote Beete, Äpfel und Hagebutten greifen. Diesen einheimischen Wurzeln und Früchten sollte große Wertschätzung entgegen gebracht werden, denn sie sind basisch, vitalisieren und stärken den Organismus des Pferdes.
Sie enthalten zudem gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe. Hautempfindliche Pferde können insbesondere davon profitieren, da keine synthetischen Vitamine zugesetzt sind, wie bei den meisten konventionellen Mineralfuttern. Bei Heu, welches deutlich länger als sechs Monate abgelagert wurde, verflüchtigen sich mit der Zeit die Vitamine. Dann macht es Sinn entsprechend Wurzeln oder Früchte zusätzlich zum Heu zu füttern.
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Wussten Sie schon? Die Pferdelunge besteht aus 750 Millionen Lungenbläschen (Alveolen), deren Oberfläche ungefähr der Fläche eines Fußballfeldes entspricht. Dieses großartige Organ sollte gut gepflegt werden, damit das Pferd leistungsfähig bleibt. Denn wenn die Atmung beeinträchtigt ist, wird der Körper des Pferdes nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt und eine allgemeine körperliche Schwäche kann sich zeigen. Auch das Riechvermögen kann eingeschränkt sein! Pferde nutzen ihren Geruchssinn ja im Alltag sehr intensiv, um ihre Umwelt zu erkunden und zu verstehen. Sie können ein sehr gutes Geruchsgedächtnis entwickeln, um sich an den Geruch von Menschen, spezielles Futter 😋 oder Medikamente 🤢 zu erinnern.
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Engagierte Pferdeleute stellen uns von Deganius immer wieder die selben Fragen zum Thema „Wie kann man im Winter seinem Pferd Vitamine und Mineralien bedarfsgerecht füttern?“. Wir wissen alle, gerade im Winter kann bei reiner Heufütterung schnell ein Mangel entstehen.
Dabei finden wir bei unseren Kunden zwei verschiedene Herangehensweisen:
Die eine Person ist unsicher, und möchte es ganz genau wissen. Hier empfehlen wir, eine Blutuntersuchung durch einen Tierarzt vornehmen zu lassen, um zu entdecken, ob Mineralien oder Spurenelemente im Blut fehlen. Anschließend können Mängel gezielt ausgeglichen werden. Die Untersuchung sollte circa alle eineinhalb Jahre wiederholt werden.
Dem anderen ist das alles zu kompliziert und zu aufwändig. An dieser Stelle empfehlen wir ein herkömmliches Basis-Mineralfutter, denn da sind alle lebensnotwendigen Vitamine und Mineralien für die Winterzeit bereits enthalten. Es ist lediglich darauf zu achten, das Mineralfutter nicht überzudosieren.
Kann eine Kräutermischung das Mineralfutter ersetzen?
Handelsübliche Kräutermischungen werden manchmal als Mineralfutterersatz angepriesen. Getrocknete Kräutermischung enthält circa zwanzigmal weniger Vitamine und Mineralien als getrocknetes, pelletiertes, konventionelles Mineralfutter – beim selben Gewicht.
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Wenn das Pferd im kalten Regen steht, kann die Kälte zu Gelenkschmerzen führen.
Warum hat mein Pferd bei feuchtem und kaltem Wetter Gelenkprobleme?
Diese Frage hat sich sicher so mancher Reiter schon gestellt, denn bei feuchtem oder kaltem Wetter werden manche Pferde plötzlich steifer und wirken beim Reiten unwillig beziehungsweise unrittig. Die Antwort hierfür scheint einfach, aber für das Pferd kann es weitreichende Folgen haben:
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Mit Luzernecobs, Leinsamen und Kräutern ein Mash herstellen.
Wir hatten jahrelang ein Struktur-Mash mit Getreide im Angebot, das wir von einem fremden Hersteller bekommen haben. Leider wurde es eingestellt und darum mussten wir uns nach einer Alternative umsehen.
Wir selbst geben nun schon seit langer Zeit unseren Pferden Luzernecobs und haben sie deshalb ins Programm aufgenommen. Die vitamin- und mineralienreichen Luzernecobs sind für alle Pferderassen gleichermaßen gut geeignet. Sie schmecken richtig lecker und können anstatt Getreidemash gefüttert werden. Auch Pferde mit EMS, Cushing, Hufrehe, Sommerekzem und Diabetes vertragen diese Cobs sehr gut. Außerdem sind sie für alte Pferde mit empfindlicher Verdauung sehr gut geeignet.
Tja und dann dachten wir uns, die Cobs mit Leinsamen und der Vitaminspende oder wahlweise dem Kräuterabo zu ergänzen. Und schon können unsere Kunden ihr Mash selbst herstellen. :-)
Rezept Luzernemash für ein mittelgroßes Pferd
In einen Futtereimer
Mit vier Liter kaltem Wasser aufgießen, umrühren und mindestens drei Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Wer mag, kann auch heißes Wasser in den Eimer geben, dann kann ist das Futter schon nach 45 Minuten fertig, denn die Cobs lösen sich in heißem Wasser schneller auf. Im Winter mögen Pferde ein warmes Mash.
Pro 100 kg Körpergewicht dürfen täglich circa 200 Gramm Cobs verfüttert werden – abhängig von der Gesamtfuttermenge und -sorte auch mehr, denn Luzerne kann Heu und Stroh zum Teil ersetzen. Bitte mit der vierfachen Menge Wasser lange genug einweichen, sonst droht Schlundverstopfung! Insbesondere bei fressgierigen Pferde könnten zu wenig aufgeweichte Cobs im Schlund haften bleiben.
Wussten Sie schon?
Luzerne ist eine ganz alte, traditionelle Futterpflanze für Tiere. Da Luzerne nur wenig Wasser im Anbau benötigt, wird sie in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Luzernen wurzeln bis 4,5 Meter tief und kommen mit wenig Regen aus. Daher kann die Luzerne auch Dürreperioden spielend leicht überstehen – somit ist sie eine Futterpflanze für das 21. Jahrhundert!

Ihh, es ist heiß, die Fliegen nerven und mit dieser Fliegenkappe sehe ich aus wie eine Kuh …
Sommerzeit ist Fliegenzeit. Letztes Jahr im Juni hatte unser alter Wallach Degan ein ganz dickes, geschwollenes Auge: Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis), verursacht durch sehr starke Insektenbelastung auf der Sommerkoppel. Auch in diesem Sommer ist es wieder gut zu sehen. Deshalb hier ein paar Tipps, falls das bei Ihrem Pferd auch vorkommen sollte.
Augenentzündungen und Schwellungen rund um die Augen können insbesondere während der warmen Jahreszeit bei Pferden auftreten. Bei einer Pollenallergie können die Bindehäute der Augen gereizt reagieren. Mücken und Fliegen setzen ihre Sekrekte am Lidrand ab und das kann zu Schwellungen, Juckreiz, Rötungen, starkem Tränenfluß und schlußendlich zu Bindehautentzündungen führen. Ist die Sekretbildung am Auge verstärkt, so kann sich ein schleimiger oder sogar eitriger Ausfluß bilden. Manchmal verkleben dann auch Unter- und Oberlid. Schmerzen am Auge sind bei starker Symptomatik meistens auch vorhanden. Das Pferd schüttelt dann den Kopf und reibt ihn an Gegenständen. Lichtempfindlichkeit ist dann nicht selten.
Gerade in der kalten Jahreszeit sollte man aber auch andere Ursachen für eine Bindehautentzündung in Betracht ziehen. Zum Beispiel Vitamin A-Mangel bei Verfütterung von stark veraltetem Heu, Reizung durch starke Staubbelastung oder Tränenflüssigkeitsmangel. Als Begleitsymptom von anderen Krankheiten können die Augen auch mit betroffen sein: Infektionen die viral oder bakteriell bedingt sind, bei Leberüberlastung, entzündlichen Prozessen im Organismus oder bei Verwurmung.
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Die Säcke, in denen die Deganius Kräutermischungen versandt werden, sind aus Bio-Baumwolle und dienen primär dazu, die Kräuter sicher und „artgerecht“ zu unseren Kunden zu transportieren. Wer möchte, kann die Säcke danach einfach auf den Misthaufen werfen und verrotten lassen. Aber eigentlich sind sie zum Wegwerfen zu schade. Denn es gibt schöne Verwendungsmöglichkeiten.
Wolle gegen Motten schützen

Motten kommen nicht durch Baumwolle. Dadurch eignen sich die Deganius Säcke prima zum Einmotten von Wolle im Sommer. Gut zubinden nicht vergessen. Dazu die Öffnung einmal umschlagen und dann fest mit Kordel binden.
Wenn ich im Sommer eine Motte in der Wohnung fliegen sah, wusste ich: Es ist wieder passiert. Jetzt werde ich wieder Mottenfraß in einem Kleidungsstück aus Wolle finden. Vor Jahren habe ich nach einer Lösung gesucht und fand: Unsere Deganius Baumwollsäcke. Motten meiden Baumwolle, wenn ich meine Wollpullover rolle, in die Säcke stopfe und sie danach sehr gut verschließe (wichtig!), sind sie den Sommer über gut geschützt.

Den Baumwollsack gut verschließen, dazu die Öffnung einmal umklappen und zubinden.
Aufbewahrung und Transport
Einmal schrieb uns eine Kundin, sie habe nun für sich die ideale Verwendung für die Deganius Säcke gefunden: Sie bewahrt darin ihre Schuhe auf, die sie gerade nicht anzieht. Ich selbst verwende die Säcke, um Werkzeug darin aufzubewahren und zu transportieren. Wenn ich auf der Koppel etwas zu reparieren habe, werfe ich das benötigte Kleinzeug in einen Kräutersack. Wenn es um eine überschaubare Anzahl von Dingen geht – wie einen Hammer, eine Säge, ein paar Nägel – dann eignen sich die Säcke besser als Kisten aus Plastik, weil sie nicht zerbrechen können und beim Transport Platz sparen.
Christa bewahrt ihre Kartoffeln in den Säcken auf, so bleibt der Schrank sauber, wenn die Erde von den Kartoffeln fällt. Bei Reisen bewahrt sie ihre Straßenschuhe im Rucksack in den Kräutersäcken auf.
Haben Sie Ideen? Wie sieht Ihre Verwendung aus?
Schreiben Sie uns, senden Sie uns Bilder, wenn Sie die Deganius Säcke auf Ihre eigene Art und Weise verwenden. Wir freuen uns über jede Zuschrift.
Im Reich der Pilze
Wussten Sie schon? Eines der größten Lebewesen der Erde ist fast 10.000 Quadratmeter groß und 2400 Jahre alt. Es lebt unterirdisch in den USA in Oregon und ist ein Pilz – ein Hallimaschpilz. Pilze besiedeln viele Bereiche. Sie leben auf der Haut, auf Schleimhäuten, im Erdboden, auf Steinen, an Bäumen, an Hufen. Ihre Aufgabe ist es zu zersetzen, zu regulieren und auszugleichen. So erfüllen Pilze unter anderem auch eine Schutzfunktion, und halten damit Organismen im Gleichgewicht. Pilze gehören zur natürlichen Flora der Haut und der Schleimhäute des Pferdes.
Pilze sind hervorragende Überlebenskünstler. Sie haben über eine Milliarde Jahre Erfahrung in der Erhaltung ihrer eigenen Art. Pilze formen seit frühesten Zeiten zusammen mit Algen und Bakterien das Leben an Land. Algen verließen das Meer und bildeten mit den Pilzen eine Symbiose, da sie sich gut gegenseitig nähren konnten. Denn die Algen konnten mit Hilfe der Pilze auf trockenem Land leichter anorganische Nährstoffe erschließen. Da die Nährstoffverfügbarkeit sich dadurch deutlich verbesserte, konnten sich daraus schließlich Pflanzen entwickeln und die Evolution nahm ihren Lauf.
Die Ursachen für Hautpilz beim Pferd
Auch auf der Haut und den Schleimhäuten unserer Pferde sind Pilze Verbündete. Sie helfen auszugleichen und zu transformieren. Deshalb sollte man Pilze nicht als potenzielle Feinde betrachten, sondern als freundschaftliche Helfer. Allerdings: Übermäßigen Pilzbefall von Haut und Schleimhäuten können wir am Juckreiz und Haarausfall erkennen. Dies macht uns aufmerksam darauf, dass das Körpermilieu aus dem Gleichgewicht geraten und das Immunsystem geschwächt ist. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein:
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Die hohe Kunst der Dressur gelingt mit gesunden Pferdebeinen.
In diesem Artikel geht es um die Optimierung der Versorgung und Lebensqualität sportlich genutzter Pferde. Durch Leistungsmaximierung sind leider häufig Verletzungen bei Sportpferden zu beobachten. Entsprechende Pflege und Behandlung der Sehnen und Bänder kann die Verwendungsmöglichkeit eines Pferdes verbessern, vor allem im Hinblick auf die Vielseitigkeit. Gesunde und stabile Sehnen und Bänder sorgen für gute Rittigkeit und Belastbarkeit bei allen Sport- und Freizeitpferden. Eine Verringerung der Gefahr von Sehnen- und Bänderverletzungen ist wichtig, denn die Sehnen haben dämpfende und energiespeichernde Eigenschaften beim Laufen. Bänder wiederum haben die Aufgabe, das Ausmaß der Bewegung des Gelenkes zu bestimmen und einzugrenzen.
Sehnen- und Bänderverletzungen beim Pferd
Überdehnung, Überlastung oder Überdrehung von Sehnen und Bändern können zu Schmerzen, Entzündungen, Schwellungen und zur Erwärmung führen. Bei einem Sehnenschaden am Bein tritt meistens eine Schwellung im Bereich der Beinhinterseite zwischen dem Vorderfußwurzelgelenk und dem Fesselgelenk auf. In manchen Fällen ist die Schwellung erwärmt und das Pferd empfindet eine Berührung als unangenehm oder schmerzhaft. Manche Pferde lahmen bei einem Sehnenschaden, andere wiederum nicht. Entzünden sich die Sehnenscheiden, dann entstehen zusätzlich kleine Beulen (Sehnenscheidengallen), die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Im chronischen Stadium sind die Gallen nicht warm und reagieren auch nicht schmerzhaft, wenn sie berührt werden. Im akuten Fall sind sie sehr warm und berührungsempfindlich.
Was kann einen Sehnenschaden oder eine Bänderverletzung auslösen?
- schlecht ausbalancierte Hufstatik mit langer Zehe und sehr schrägen Fesseln
- seltene Hufpflege durch Hufpflegerin oder Hufschmied (z.B. nur alle zwei bis drei Monate)
- ein schwergewichtiger Reiter – ein Pferd trägt nicht mehr als 20 % seines eigenen Pferdegewichtes
- kein 20-minütiges Aufwärmen beim Reitsport
- Schlag auf Sehnen und Bänder, z. B. durch Tritte anderer Pferde
- Sturz beim Reiten oder auf der Koppel
- überzogener Trainingsanspruch bzw. starke körperliche Überanstrengung ohne Pausen
- vermehrtes Reiten auf harten oder tiefsackenden Böden
- bakterielle Infektionen

Auch beim Westernreiten gilt: Spins und Stops gelingen nur mit kräftigen Sehnen und Bändern des Pferdes.
Welche Funktionen übernehmen Sehnen und Bänder?
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Kotwasser, im Winter besonders unangenehm, wenn es am Schweif festfriert.
Kein schöner Anblick für Pferdeliebhaber: Kotwasser! Oft läuft es an den Innenseiten der Hinterbeine herab. Das Hinterteil ist ständig nass. In der kalten Jahreszeit kann die Flüssigkeit gefrieren. Nicht selten hat das Pferd zudem Blähungen und Krämpfe. Kotwasser tritt manchmal nur für wenige Tage auf, es kann aber auch eine chronische Erscheinung werden, die Pferd und Pferdehalter stark belastet.
Aus unserer täglichen Arbeit mit unseren Kunden und unseren eigenen Pferden gewinnen wir den Eindruck: Das Thema Kotwasser kommt oft vor. Wir fragen uns, warum? Ein Erklärungsansatz: Das Verdauungssystem der Pferde hat sich im Lauf der Evolution über 55 Millionen Jahre hinweg an seine Umwelt angepasst. Die im Vergleich zu diesem Zeitraum sehr kurze Phase der Industrialisierung (auch der Landwirtschaft) hat die Nahrung der Pferde stark verändert. Gründe sind die Belastung der Umwelt mit Schadstoffen, die Monokulturen und Verarmung der Vielfalt der Futterpflanzen. Ein Beispiel: Das langstengelige, kräuterreiche „Pferdeheu“, das traditionell Mitte Juni zum ersten Mal geschnitten wurde, gibt es nur noch sehr selten. Stattdessen werden intensiv mit Gülle gedüngte und mit Unkrautvernichtern behandelte Hochleistungswiesen für Hochleistungskühe bis zu viermal im Jahr geschnitten. Damit ist das wichtigste Grundnahrungsmittel der Pferde verändert.
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